Der Campus der Zukunft

Die Berner Fachhochschule (BFH) ist historisch gewachsen. Die verschiedenen Departemente sind heute auf rund 26 Standorte in Bern, Biel, Burgdorf, Magglingen und Zollikofen verteilt. Das erschwert die Zusammenarbeit im Lehrbetrieb und führt zu Doppelspurigkeiten, hohen Mietkosten und Platznot. Zudem sind viele der heute belegten Gebäude in die Jahre gekommen. Der Kanton Bern hat deshalb entschieden, die verschiedenen Departemente und Fachbereiche der BFH in Bern, Biel und Burgdorf zu konzentrieren.

Neuer Campus im Westen Berns
Auf dem Areal Weyermannshaus Ost soll nach dem Willen des Kantons bis 2026 der neue Campus Bern entstehen – parallel zum Campus Biel, dessen Bau voraussichtlich 2018 beginnen wird. Im Berner Campus werden die Departemente Gesundheit (G), Soziale Arbeit (S) und Wirtschaft (W), der Fachbereich performative Künste des Departements HKB (Hochschule der Künste) sowie Rektorat und Services (RSR) unter einem Dach vereint. Der Kanton Bern hat Ende Januar 2017 mit der SBB, welcher das Grundstück in Weyermannshaus Ost gehört, einen über 80 Jahre laufenden Baurechtsvertrag für die Baufelder Nord und Süd abgeschlossen.

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Ein Standort, der überzeugt
Das Areal Weyermannshaus Ost ist Teil des Premium-Entwicklungsschwerpunktes (ESP) Ausserholligen. Der Standort besticht durch zahlreiche Pluspunkte. Zum einen ist er verkehrstechnisch gut erschlossen, sei es per Zug (Bahnhöfe Europaplatz und Stöckacker S1, S2), Tram (Linien 7 und 8), Bus (Linie 31), Postauto (Linie 101) oder Auto (Autobahn-Ausfahrten Bern-Bümpliz und Forsthaus). Die Stadt wird zudem eine Langsamverkehrspasserelle realisieren, um das Areal Weyermannshaus Ost an den Europaplatz anzuschliessen. In der Umgebung stehen Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden eine Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangeboten und Naherholungsgebieten zur Verfügung.

Hier entsteht der neue Berner Campus: Das Areal Weyermannshaus Ost aus der Vogelperspektive

Mehr Nachhaltigkeit, mehr Interaktion
Noch ist offen, wie der Campus genau aussehen wird. Der Projektwettbewerb startet voraussichtlich im Herbst 2017. Sicher ist, dass der Bau punkto Energieeffizienz hohen Ansprüchen genügen wird: Für die Ausschreibung des Projektwettbewerbs werden die kantonalen Baustandards sowie der Standard Minergie-P-ECO vorgegeben. Im Rahmen des Wettbewerbs soll zudem die Erstellung eines Holzbaus geprüft werden. Nicht zuletzt fördert die Zusammenlegung der verschiedenen Departemente und Fachbereiche die themenübergreifende Lehre, Forschung und Innovation. Dozierende, Studierende und Verwaltung erhalten Gelegenheit, sich über Disziplinen hinweg auszutauschen und zu inspirieren.

Konzentration bringt massive Reduktion der Mietkosten
Die Fachbereiche des Departementes G, S, W und HKB sowie das RSR sind aktuell auf 22 Standorte verteilt. Durch die Konzentration unter dem Dach des neuen Campus Bern werden über die ganze Stadt Bern verteilt 16 Mietstandorte frei. Damit entfallen Mieten von jährlich rund 10,8 Mio. Franken. Drei weitere Liegenschaften gehören dem Kanton Bern. Auch sie werden frei und können neu genutzt werden. Die beiden HKB-Fachbereiche «Gestaltung und Kunst» und «Konservierung und Restaurierung» bleiben an der Fellerstrasse 11, das «Y Institut» an der Schwabstrasse 10 in Bern. Der HKB-Fachbereich Literatur (Schweizerisches Literaturinstitut SLI) bleibt in Biel. Das HKB-Opernstudio wird hingegen von Biel nach Bern verlegt.

Interaktive Karte: BFH-Standorte in der Stadt Bern heute und 2026, nach dem Bezug des neuen Campus in Weyermannshaus Ost.