«Dreierlei» verbindet Einheit und Vielfalt

36 Projekte eingereicht
Im April 2018 hat das Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG) den Architekturwettbewerb für den Campus Bern lanciert. Bis zum Stichtag am 2. Oktober 2018 haben 36 Teams ihre Projekte eingereicht. Das Preisgericht unter der Leitung von Kantonsbaumeister Angelo Cioppi hat diese anschliessend an insgesamt 4 Jurytagen beurteilt. Dazu wurden sämtliche eingereichten Projekte in einer leer stehenden Halle auf dem künftigen Campus-Areal ausgestellt.

Breit abgestütztes Preisgericht
Im Preisgericht waren neben Fachpreisrichtern, also Architektinnen und Architekten sowie Ingenieuren, auch Sachpreisrichterinnen und -richter der Berner Fachhochschule und der kantonalen Erziehungsdirektion vertreten. Als Experten mit beratender Stimme wurden zudem Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Bern und der Quartierkommissionen einbezogen.

«Dreierlei» überzeugt Preisgericht
Am Ende des Auswahlprozesses hat das Preisgericht das Projekt «Dreierlei» eines Planerteams unter der Leitung der wulf architekten gmbh aus Stuttgart (D) einstimmig zum Sieger erkoren. «Dreierlei» hat vor allem durch die innovative Gliederung der Gebäude überzeugt, welche die Eigenständigkeit der verschiedenen BFH-Departemente zum Ausdruck bringt. Das Sockelgeschoss, auf welchem die Departementsgebäude stehen, verbindet diese entlang einer «inneren Strasse» zu einer gemeinsamen Hochschule.

Campus Bern Modell

Modell des künftigen Campus mit den Hochschulgebäuden, dem Weiterbildungsgebäude und dem Aussenraum.


Attraktiver, öffentlich zugänglicher Aussenraum

Die Gebäude werden auf der nördlichen Seite durch einen grosszügig gestalteten, öffentlich zugänglichen Aussenraum mit dem offengelegten und zugänglichen Stadtbach zu einem gemeinsamen Campusgelände verbunden. Ein verkehrsfreies Wegnetz, Spielplätze, die abwechslungsreiche Begrünung, verschiedenen Aussenplätze und Sitzgelegenheiten laden zum Flanieren, Verweilen und Spielen ein. Der «grüne Gürtel» des Campus ist nur mit einem kleineren Weiterbildungspavillon bebaut. Das Siegerprojekt schlägt dazu ein Gebäude mit Zylinderform vor. Eine Unterführung zum Europaplatz und eine Fuss- und Velopasserelle über die Gleise bis zur Bahnstrasse werden zudem die Vernetzung des Quartiers deutlich verbessern.

Dreierlei Visualisierung 537Teil des Campus-Geländes ist ein attraktiver, öffentlich zugänglicher Park mit dem offengelegten Stadtbach